Wir sagen ganz herzlich DANKE,
für ein außergewöhnliches Wochenende auf der Waldbühne Zußdorf. Das Theaterstück „REIGSCHMECKT!“ hat die Zuschauerinnen und Zuschauer begeistert bei lauen und trockenen Sommernächten. Ein Beweis dafür waren sicherlich die zum Schlussapplaus stehenden Zuschauer an jedem Abend und die vielen positiven Rückmeldungen nach den Aufführungen bis heute.
Der gesamte reibungslose Ablauf war nur möglich durch ein tolles Team aus Schauspielern, Helfern, Musikern, Arbeitern, verschiedenen Vorbereitungsteams, sehr vielen helfenden Händen, finanziellen und materiellen Unterstützern, Feuerwehr und Rettungsdienst und vielem mehr.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei ALLEN, die zum Gelingen beigetragen haben und selbstverständlich bei all unseren Gästen für Ihren Besuch.
Waldbühne Zußdorf e. V.
Waldbühne Zußdorf begeistert mit „Reigschmeckt“
Vier ausverkaufte Vorstellungen, begeisterte Zuschauer, eine außergewöhnliche Naturkulisse und ein kulinarischer Markt mit riesigem Zuspruch: Die Waldbühne Zußdorf hat mit ihrer sechsten Eigenproduktion „Reigschmeckt“ einen beeindruckenden Publikumserfolg gefeiert. Alle vier Aufführungen waren ausverkauft. Das Wetter spielte mit und auch die Organisation rund um das Festgelände funktionierte bestens.
65 Schauspielerinnen und Schauspieler zwischen acht und 80 Jahren nahmen das Publikum mit auf eine Zeitreise durch mehr als vier Jahrzehnte Dorfgeschichte. Autor und Regisseur Thomas Beck erzählt in „Reigschmeckt“ von Zugehörigkeit, Vorurteilen, Heimat, Liebe und der Frage, wie viel Offenheit eine Dorfgemeinschaft gegenüber Menschen aufbringt, die neu hinzukommen.
Im Mittelpunkt steht die alleinerziehende Almut, die mit ihrem elfjährigen Sohn Radko in ihr erstes eigenes Haus am Waldrand zieht. Schnell wird deutlich, dass „Reigschmeckte“ im Dorf nicht überall mit offenen Armen empfangen werden. Radko leidet unter den Vorurteilen seiner Umgebung und seiner auffallend großen Nase – eine augenzwinkernde Anlehnung an Cyrano von Bergerac. Gleichzeitig entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte zur Bürgermeistertochter Maria.
Eine besondere Rolle übernimmt „Die Zeit“, gespielt von Barbara Kunze. Sie führt als Erzählerin durch die verschiedenen Epochen und verbindet die Zeitsprünge von 1980 bis in die Gegenwart. Humorvolle Szenen wechseln sich mit nachdenklichen Momenten ab, Musik und Gesang lockern die Handlung auf.
Die Waldkulisse wird dabei zum eigenen Mitspieler. Zwischen Bäumen, Holzstapeln und der liebevoll gestalteten Freilichtbühne entstehen immer wieder neue Spielorte. Schauspieler kommen aus dem Wald, verschwinden zwischen den Kulissen oder stehen plötzlich mitten unter den Zuschauern. Die Grenzen zwischen Bühne und Zuschauerraum verschwimmen.
Mehr als 140 Proben waren notwendig, bis das Stück bühnenreif war. Der lang anhaltende Beifall am Ende der Aufführungen war deshalb nicht nur Anerkennung für die schauspielerische Leistung, sondern auch für das enorme ehrenamtliche Engagement vor und hinter den Kulissen. Zahlreiche Helfer kümmerten sich um Bühnenbau, Technik, Kostüme, Maske, Bewirtung und Organisation.
Zum besonderen Erlebnis rund um die Vorstellungen gehört inzwischen auch der kulinarische Markt. Schon vor Beginn der Aufführungen verwandelte er das Gelände in einen beliebten Treffpunkt. Das Angebot regionaler und schwäbischer Spezialitäten fand bei den Besuchern riesigen Zuspruch. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, sich vor der Aufführung zu stärken und anschließend noch bei einem Getränk zusammenzusitzen.
Bewährt hat sich auch der eingerichtete Shuttle-Service. Zwischen dem großen Parkplatz und dem Festgelände pendelten Busse des Omnibusverkehrs Bühler. Der von Bühler gesponserte Pendelverkehr funktionierte vorzüglich und ermöglichte den Besuchern eine bequeme An- und Abreise.
Auch das Wetter zeigte sich bei den vier Aufführungen von seiner freundlichen Seite. Bei der Premiere hatten zwar vorübergehend Blitze und Donnergrollen für bange Blicke zum Himmel gesorgt, letztlich blieb die Waldbühne jedoch von Regen verschont. Auch bei den weiteren Vorstellungen konnten die Besucher ihre Theaterabende unter freiem Himmel genießen.
Mit den vier ausverkauften Vorstellungen hat die Waldbühne Zußdorf erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt, welchen Stellenwert sie sich als kultureller Treffpunkt in der Gemeinde und weit darüber hinaus erarbeitet hat. „Reigschmeckt“ verband Theater, Natur, Gemeinschaft und schwäbische Gastlichkeit zu einem besonderen Erlebnis. Für die vielen ehrenamtlich Engagierten dürfte der große Zuspruch des Publikums deshalb die schönste Belohnung für die monatelange Arbeit gewesen sein.
Text und Fotos: Herbert Guth